Reflexzonen-massage

Definition
Massage der Füße und/oder Hände zur Stimulation von erkrankten Organen und Körperbereichen.

Ursprung
Schon verschiedene antike Völker kannten die Fußreflexzonenmassage, so zum Beispiel im alten Ägypten, Indien und China. Die Methode stammt neuzeitlich aus den USA, wo sie von dem amerikanischen HNO-Arzt Dr. William Fitzgerald 1917 erstmals publiziert wurde (unter Berufung auf indianische Volksmedizin). In den 1930er Jahren wurde die Methode dann unter anderem von der Masseurin Eunice Ingham weiterentwickelt.

Methode
Die Therapie basiert darauf, dass sich auf den Fußsohlen sog. Reflexwege befinden, die zu allen anderen Organen des Körpers führen. Durch eine Druckpunktmassage der entsprechenden Zonen sollen sich eventuelle Störungen der inneren Organe beeinflussen lassen. Der Klient liegt bei der Behandlung in der Regel auf dem Rücken. Der Therapeut beurteilt das Aussehen der Füße und tastet sie ab. Dann massiert er die Füße, besonders die belasteten Reflexzonen. Die Behandlung dauert beim ersten Mal bis zu 60 Minuten, die Folgetermine sind kürzer.

Beurteilung
Anatomisch gibt es für die Annahme von Reflexzonen und deren Wirkung auf innere Organe keine konventionell-wissenschaftlichen Beweise. Dennoch kann eine Fußmassage eine Wohltat sein und unter Umständen, wie auch andere alternative Heilmethoden, Selbstheilungskräfte mobilisieren. Sie kann zumindest keinen Schaden anrichten.
Diskutiert wird eine Anti-Schmerz-Wirkung. Durch das Drücken auf schmerzhafte Fußzonen wird ein Reiz erzeugt, der andere Schmerzreize im Körper lindern kann. Ein ähnliches Prinzip wird auch für die Akupunktur und Akupressur in Erwägung gezogen. In der Physiotherapie gehört die Fußreflexzonenbehandlung inzwischen zur Ausbildung. Hier begründet man die Wirksamkeit der Behandlung allerdings durch Nervenverbindungen, die von den Füßen bzw. Fußsohlen ausgehen. Fußreflexzonenmassage soll nicht angewendet werden bei Schwangeren, bei Personen mit akuten Infektionen und Fieber, bei kolikartigen Beschwerden und bei lokalen Infektionen am Fuß sowie bei lymphatischen Stauungen.

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